Der Hunsrück [1]

verfasst von : Pheidon am 28.10.2005, 07:35 Uhr
Ausflugsziele [2]
Der Hunsrück Ob man von Koblenz über die Hunsrückhöhenstraße kommt oder von Rhein oder Mosel eines der romantischen Täler hochfährt, die Wiesen und Felder laden zum verweilen ein und in den kleinen Städtchen und Dörfern ist im Sommer immer irgend ein Fest, wo es deftig nach frisch Gegrilltem riecht. Volksfeste wie der "Beller Markt" sind Magnet für die ganze Region. Wanderfreunde kommen voll auf ihre Kosten, sei es mit einer Wanderung durch das Baybachtal, Ehrbachklamm oder am Lützbach entlang. Radfahrer und Skater können auf dem "Schinderhannes-Radweg" von Emmelshausen bis Simmern fahren. Wo früher Pershings und Cruise Misiles stationiert waren, findet heute der größte Techno-Event Deutschlands statt: die Nature One auf der Raketenbasis Pydna.
Verwinkelte Täler mit malerischen Burgruinen versetzen einen in frühere Zeiten, besonders wenn auf der Ehrenburg die Spielleute musizieren. Auf der Waldeck sangen Barden wie Reinhard Mey, Hannes Wader und Degenhard. Im Zentrum am Park in Emmelshausen gastieren heute internationale Stars und auf der Burgbühne Kastellaun finden Klassiker neben Harry Potter-Lesenächten einen Platz. Auf dem Land ist also doch was los.

Wer durch den tiefen Soon wandert sollte auf der Hut sein- nicht dass der Schinderhannes sein Unwesen treibt... lang ist's her, dass man im Soonwald Angst haben musste. Heute sind die ehemaligen Kerker Touristenattraktionen und Städte wie Simmern, Kirchberg und andere finden den Anschluss an eine neue Zeit. Bei aller Moderne bleiben jedoch die Landschaften urtypisch (das haben die Bayern nicht gepachtet!) und die Menschen mit den Füßen auf dem Boden. Tradition und Moderne geben sich hier die Hand und Kultur und Künstler finden im Hunsrück ein zu Hause. In der Hunsrück-Halle in Simmern spielen hochrangige Stars und das Pro-Winz-Kino zeigt Filme, die nicht nur "made in Hollywood" sind. Edgar Reitz, untrennbar mit dem Begriff "Heimat" verbunden, drehte hier den 3.(letzten?) Teil und Wanderer können auf Ausonius Spuren von Bingen nach Trier wandern.

Der Idarwald mit seiner bekanntesten Erhebung, dem Idarkopf mit 746m, hat neben einem im Winter glitzernden Wintersportgebiet noch mehr "Glitzer" zu bieten: die Edelsteinstraße, die Schiefer&Burgenstraße, das Deutsche Edelsteinmuseum und um Idar-Oberstein herum eine Fülle von Ausflugszielen, die nicht nur Kinderaugen glänzen lassen. Sei es im Kupferbergwerk Fischbach, in der Schiefergrube Herrenberg oder in den Edelsteinminen des Steinkaulenbergs, wo man sogar selbst schürfen kann. Aber nicht nur unter Tage gibt es Sehenswertes: Die Keltensiedlung Altburg und die Ruine Schmidtburg bei Bundenbach, das Wildfreigehege und die Wildenburg bei Kempfeld oder das historische Herrstein, wo man im Cafe Zehntscheune selbstgemachten Käsekuchen und Omas Kartoffelklöße bekommt. Sommer wie Winter einen Besuch wert und wer keine Edelsteine gesehen hat, war eh nicht im Hunsrück.

Der Hochwald (eigentlich "Schwarzwälder Hochwald") lockt mit vielen Sehenswürdigkeiten: von großen Talsperren und Seen, über 2000 Jahre alten keltische Wallanlagen, römische Siedlungen, romantischen Burgen des Mittelalters bis zu Skiliften und Vergnügungen für Ausflügler und Urlauber. Im Hunsrück-Haus am Erbeskopf können Kinder und Erwachsene den Wald und seine Bewohner hautnah erleben und das Holzmuseum in Morbach-Weiperath ist mehr als ein Museum: experimentel-informativ-kommunikatv.
Zu jeder Jahreszeit, für jedes Alter und für jeden Geschmack.

Was ist zum Mittelrheintal noch zu sagen? Weltkulturerbe, vom Deutschen Eck bis zum Binger Mäuseturm zahlreiche Burgen und andere Sehenswürdigkeiten, die man vom Hunsrück aus leicht erreichen kann. Es ist kein Zufall, das gerade der Teil des Rheins so berühmt ist, der an den Hunsrück anschließt, prägen doch auch auf dem Hunsrück zahlreiche mittelalterliche Burgen das Landschaftsbild.

Das Moseltal ist ebenso malerisch wie das Rheintal, vielleicht noch etwas romantischer, da enger, scheinbar kleiner. Die Burgen an der Mosel können es mit denen am Rhein allemal aufnehmen, ist hier doch die Burg Eltz zu finden! Neben vielen kleinen Weinorten finden sich auf den Höhen teils Ruinen, teils intakte Burganlagen und nette Restaurants mit herrlichen Ausblicken, wie Beispielsweise auf der Grevenburg, oberhalb Traben - Trarbachs.

Wer an der Nahe entlang fährt, sei es mit dem Auto oder mit dem Rad, bekommt viel zu sehen. Zwar ist das Nahetal kein Weltkulturerbe, es hat aber trotzdem einige Flecken zu bieten, die auch diesen Titel verdient hätten. Dies wird jeder bestätigen, der jemals an der Kyrburg, in Bad Münster am Stein oder vor der Felsenkirche in Idar-Oberstein gestanden hat.
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  [1] http://www.hunsrueck-heimat.de/index.php?name=News&file=article&sid=1
  [2] http://www.hunsrueck-heimat.de/index.php?name=News&catid=&topic=6